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Sound Calendar (Score)

210mm x 297mm | 12’50”

2025

Ohne Titel - 2025.

I write my days by hand in a Leuchtturm 1917 diary, letting ink measure time through thought, pause, and reflection. This slow, tactile act becomes a way of inhabiting time rather than tracking it—an intimate rhythm that resists haste. From this practice, and inspired by Hanne Darboven’s structural sensibility, I have created a “sound calendar/score”: pencil markings on printed calendar pages paired with sound composed in Ableton Live. Each sound becomes a month, a moment, an echo of memory—fading like the sound once heard in a concert hall, yet lingering as a trace of emotion and sensation.

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This work is an attempt to translate the passage of time into both gesture and resonance, holding past–present–future in a single form that may blur or dissolve as time moves on. I accept that it may be diluted or lost; its essence lies not in preservation but in the experience it invites. Like Darboven’s rhythmic repetitions, my score offers a bridge between the written and the audible, between the seen and the remembered.

 

How do you read a calendar of sound, and what tones will shape your 2025?

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In this search for the intangible, I offer a moment of reflection—a way to feel time’s quiet pulse, its echoes and its vanishings, before the moment passes.

Ich schreibe meine Tage von Hand in ein Leuchtturm-1917-Tagebuch und lasse die Tinte die Zeit durch Gedanken, Pausen und Reflexionen messen. Dieser langsame, taktile Akt wird zu einer Form, Zeit zu bewohnen, anstatt sie nur festzuhalten – ein intimer Rhythmus, der sich der Hast entzieht. Aus dieser Praxis heraus, und inspiriert von Hanne Darbovens strukturellem Empfinden, habe ich einen „Klangkalender/Score“ geschaffen: Bleistiftzeichnungen auf gedruckten Kalenderseiten, verbunden mit Klängen, die in Ableton Live komponiert wurden. Jeder Klang wird zu einem Monat, einem Moment, einem Echo der Erinnerung – verblassend wie ein Ton, den man einst im Konzertsaal hörte und der dennoch als Spur von Emotion und Empfindung fortklingt.

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Diese Werk ist ein Versuch, den Verlauf der Zeit in Geste und Resonanz zu übersetzen und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einer einzigen Form zu halten, die mit dem Fortgang der Zeit verschwimmen oder sich auflösen kann. Ich nehme an, dass sie verwässert oder verloren gehen mag; ihr Wesen liegt nicht in der Bewahrung, sondern in der Erfahrung, die sie ermöglicht. Wie Darbovens rhythmische Wiederholungen bietet auch meine Partitur eine Brücke zwischen dem Geschriebenen und dem Hörbaren, zwischen dem Sichtbaren und dem Erinnerbaren.

 

Wie liest man einen Kalender aus Klang – und welche Töne werden Ihr Jahr 2025 prägen?

 

In der Suche nach dem Unfassbaren biete ich einen Moment der Reflexion an – eine Möglichkeit, den stillen Puls der Zeit zu spüren, ihre Echos und ihr Vergehen, bevor der Moment entschwindet.

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